Gartenhaus in Bayern

Ob die Errichtung eines Gartenhauses in Bayern genehmigungspflichtig ist, richtet sich nach den Art. 55 ff. BayBO. Art. 55 Abs. 1 BayBO regelt, dass die Errichtung, Änderung und Nutzungsänderung von Anlagen grundsätzlich einer Baugenehmigung bedarf, soweit nicht in den Art. 56 bis 58, 72 und 73 eine Ausnahme vorhanden ist.

Als verfahrensfrei regelt Art. 57 Abs. 1 Nr. 1 a) BayBO Gebäude mit einem Brutto-Rauminhalt von 75 Kubikmetern, außer im Außenbereich. Hierunter sind Gartenhäuser zu zählen, die z.B. im Zusammenhang mit einem typischen Einfamilienhaus im Garten errichtet werden sollen.

Weiter stellt Art. 55 Abs. 1 Nr. 1 h) BayBO ausdrücklich Gartenlauben in Kleingartenanlagen in Sinne des § 1 Bundeskleingartengesetzes verfahrensfrei.

Allerdings bestimmt Art. 55 Abs. 2 BayBO, dass auch bei einer Genehmigungsfreiheit den Bauherrn nicht von der Einhaltung der Anforderungen befreien, die durch öffentlich-rechtliche Vorschriften an bauliche Anlagen gestellt werden. Dies bedeutet u.a., dass die abstandsrechtlichen Vorschriften beachtet werden müssen.

Weiter kann die zuständige Bauaufsichtsbehörde nach Art. 55 Abs. 2 BayBO mit ihren bauaufsichtsrechtlichen Befugnissen gegen entsprechende Verstöße vorgehen.

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